Glossar

BegriffErläuterung
MaßnahmeKonkrete Handlung, die von Akteuren der kommunalen Entwicklung und Daseinsvorsorge ergriffen wird, um die Wärmeversorgung vor Ort in Richtung Treibhausgasneutralität zu verändern. Der Begriff umfasst bewusst sowohl strategische als auch operative Ansätze und schließt unterschiedlich komplexe Handlungsoptionen auf kommunaler Ebene ein.
InstrumenteÜbergeordnete Rahmenbedingungen, (Förder-)Programme oder Regelwerke, die die Umsetzung von Maßnahmen unterstützen.
Technische und bauliche MaßnahmenUm- und Ausbaumaßnahmen zur Modernisierung und Optimierung der leitungsgebundenen Wärmeversorgung.
PlanungsmaßnahmenMaßnahmen zur konzeptionellen, strategischen und technischen Vorbereitung der Wärmetransformation auf kommunaler Ebene und in Wärmenetzen.
Rechtliche und regulatorische MaßnahmenRegulatorische Handlungsoptionen und rechtliche Rahmenbedingungen, die Kommunen und Wärmeversorger zur Gestaltung der Wärmewende nutzen können.
Kooperative und kommunikative MaßnahmenMaßnahmen zur Koordination und Zusammenarbeit relevanter Akteur:innen und zur Information und Einbindung von Bürger:innen im Prozess der Wärmetransformation.
FinanzierungsmaßnahmenMögliche Optionen zur Beschaffung und Absicherung finanzieller Mittel für Planung, Aufbau und Weiterentwicklung der Wärmeversorgung.
ToolsDigitale Werkzeuge, die für spezifische Schritte der Wärme(netz)-planung und des Netzmonitorings eingesetzt werden können und konkret für diese Anwendung entwickelt wurden.
FeatureSpezifische Funktionen, die ein Tool aktiv bereitstellt, um bestimmte Aufgaben zu lösen.
CharakteristikaAllgemeine Eigenschaften des Tools, die seine Qualität und Nutzbarkeit definieren.
Feature: Bereitstellung von DatenTools, dessen Kernprodukt die Bereitstellung geprüfter Datenprodukte als Grundlage für die Wärme(netz)planung ist.
Feature: Strategische PlanungTools, die auf Stadt- oder Netzebene Zielszenarien und eine Umsetzungsstrategie als Grundlage langfristiger Planung aufzeigen und bewerten.
Feature: Analyse WärmeportfolioTools, die den zeitlichen Betrieb von Wärmeerzeugern und Speichern durch Simulation/Optimierung abbilden.
Feature: NetzberechnungTools, die thermohydraulische Zustände physischer Netzmodelle berechnen und auswerten.
Feature: Monitoring und SteuerungTools, die Echtzeitdaten realer Wärmenetze und Anlagen einbinden.
SimulationDie rechnerische Nachbildung des zeitabhängigen Betriebs von Wärmeerzeugern, Speichern und weiteren technischen Anlagen. Im Kontext der Wärme- und Wärmenetzplanung wird sie eingesetzt, um das Verhalten des Wärmeportfolios unter unterschiedlichen Lastverläufen, meteorologischen Randbedingungen und Betriebsstrategien zu analysieren und zu bewerten.
OptimierungAlgorithmisches Verfahren zur Bestimmung der optimalen Betriebsstrategie eines Wärmeerzeuger-Portfolios unter definierten Zielgrößen (z. B. minimale Kosten, maximale CO₂-Einsparung).
RohrnetzmodellierungDigitale Abbildung eines Wärmenetzes zur Berechnung thermischer und hydraulischer Zustände. Je nach Modellierungsansatz werden stationäre (statisch), zeitlich veränderliche vereinfachte (quasistatisch) oder vollständig zeitabhängige Prozesse (dynamisch) berücksichtigt.
Tool ZugriffDie Art und Weise, wie Nutzerinnen und Nutzer auf ein Softwaretool zugreifen können. Im Kontext von Wärmenetzplanungstools wird unterschieden zwischen:
Webanwendung (browserbasiert), Desktop-Anwendung (lokale Installation) und Mobile Anwendung (Nutzung über Smartphone oder Tablet)
HostingTechnische Bereitstellung eines Softwaretools auf lokalen Servern oder in Cloud‑Infrastrukturen. Für Wärmenetz‑Tools bestimmt das Hosting, wo Daten gespeichert werden, wie Updates erfolgen und welche Anforderungen an IT‑Sicherheit und Datenschutz gelten.
APIProgrammierschnittstelle (Application Programming Interface), die den automatisierten Austausch von Daten und Funktionen zwischen verschiedenen Softwaretools ermöglicht. Dadurch können beispielsweise Geodaten, Netzmodelle oder Simulationsergebnisse effizient integriert werden.
Open SourceLizenzmodell, bei dem der Quellcode einer Software öffentlich zugänglich ist und von Dritten eingesehen, verändert und weitergegeben werden darf.
ProprietärLizenzmodell, bei dem Quellcode und Nutzungsrechte einer Software beim Hersteller verbleiben. Nutzer erhalten lediglich das Recht zur Nutzung unter definierten Bedingungen.
BarrierefreiheitDie Eigenschaft eines Softwaretools, von möglichst allen Personen – unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen – nutzbar zu sein. Im Kontext von Wärmenetzplanungstools umfasst dies z. B.: Screenreader-Kompatibilität (für sehbehinderte Nutzer) Tastaturnavigation (ohne Maus bedienbar) einfache Sprache in der Benutzeroberfläche

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